Kurs | Gewaltfreie Kommunikation in der Arbeit mit Ehrenamtlichen und extremen Positionen 18.09.-20.09.2017 (Fahrenwalde)

18.09.2017
WB-Kurse_EAS

Ein Workshop für Menschen, die sich in bürgerschaftlichen Prozessen bewegen.

Der ländliche Raum befindet sich im Umbruch. Während zahlreiche Regionen prosperieren und ein aktives Gemeindeleben führen, schrumpfen andere und kämpfen mit den sozialen und ökonomischen Folgen des Bevölkerungsrückgangs und des Fortzugs in die Ballungsräume.  Der institutionelle Rückzug als Antwort auf demografische Veränderungen hat den Nebeneffekt der fehlenden Repräsentation in der Fläche. So sehen sich Menschen neben der zunehmenden Ortsferne von Institutionen auch von politischen Parteien wenig wahrgenommen. In dieses Vakuum von Arbeitslosigkeit, Peripherie, geringer Repräsentativität drängen nationalistische, fremdenfeindliche und rassistische Töne ein, mit denen sich die Gesellschaft vor Ort auseinandersetzen muss. Das lässt sich auch in der politischen Kommunikationskultur festmachen.

Für viele Ehrenamtliche, die sich für Zivilgesellschaft, Partizipation, Europa etc. einsetzen, ist die gesellschaftliche Herausforderung ihres Tuns in einem ablehnenden Umfeld eine tägliche Aufgabe. Als ein Meilenstein unterstützt das Seminar die Aktiven in ihrem bundeslandübergreifenden Engagement. Gleichzeitig werden Erfahrungen und Ergebnisse reproduziert, die weitere Ehrenamtliche in ihrer Praxis stärken, unterstützen und als Beispiel dienen können.

Zielstellungen des Seminars
Die Teilnehmenden können sich in einer Werkstatt und mittels der Methode der Gewaltfreien Kommunikation für eine wertbasierte und wertschätzende politische Kultur durch Dialog sensibilisieren, Handwerkszeug für eine Auseinandersetzung in der Praxis erlangen und anwendungsorientiert ausprobieren.
Im Seminar werden Modelle der Kommunikation und des Umgangs mit Konflikten, aber auch Beispiele des Engagements der Teilnehmenden kennengelernt. Gemeinsam werden Chancen neuer Wege von Kommunikation geübt, dessen Grenzen ausgelotet und alternative Wege für den Umgang mit extremen Standpunkten aufgezeigt.

Inhalte
18.09.2017
Die Teilnehmenden lernen gewaltfreie Kommunikation in der ehrenamtlichen Praxis kennen, tauschen sich darüber aus, um die partizipative Debattenkultur im ländlichen Raum zu stärken. Sie lernen die Grundlagen der „Gewaltfreien Kommunikation“ kennen. Mit dem Einstieg werden die Erkenntnisse praktisch geübt, um deren Bezüge zur gesellschaftlichen Praxis zu verdeutlichen und dafür zu sensibilisieren.

19.09.2017
Die Teilnehmenden praktizieren Demokratie: Austausch unterschiedlicher Argumente, Aushalten anderer Meinungen und friedliche Konfliktlösung. Die Kenntnisse des Vortages werden vertieft und die Teilnehmenden für die gesellschaftliche Praxis sensibilisiert. Sie werden befähigt, durch Kennenlernen verschiedener Lösungsansätze, Konflikte konstruktiv zu debattieren. Eine Sensibilisierung für demokratische Verfahrensweisen begleitet diesen Prozess, der praktische Erfahrungen der Teilnehmenden (kollegiale Beratungen) einbettet.

20.09.2017
Die Teilnehmenden werden in die Lage versetzt, sich als Teil der aktiven Bürgergesellschaft zu verorten, und wertschätzend in ihrem Engagement, Arbeits- und Teilhabeprozesse zu wirken. Aus dem Seminar werden Bausteine für das Engagement und die praktische Arbeit entwickelt.

 

Datum 18.0.9.-20.09.2017
Uhrzeit am 18.09. von 16:00 - 22:00 Uhr
am 19.09. von 9:00 - 19:00 Uhr
am 20.09. von 9:00 - 13:00 Uhr
Ort Fahrenwalde | Schloss Bröllin e.V. , Bröllin 3
Referentin Kerstin Müller, Teamerin, Bundesprogramm „Qualifiziert handeln“ der Bundeszentrale für politische Bildung
Teilnehmer max. 15
Kosten 30 € inkl. Übernachtung und Vollverpflegung, für Kinder ca. 10 €
Anmeldung Die Anmeldung erfolgt direkt über die Landesarbeitsgemeinschaft Arbeit und Leben M-V e.V.
Per Telefon: 0385 - 63 83 290
Per E-Mail: kluger@arbeitundlebenmv.de


Organisatorischer Hinweis: Es wird parallel zur Veranstaltung ein Begleitprogramm für Kinder angeboten.

Diese Veranstaltung führen wir in Kooperation mit der Arbeit und Leben DGB/ VHS Landesarbeitsgemeinschaft Arbeit und Leben M-V e.V. durch.