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PM: Kinderschutz im Ehrenamt - Fachtagung mit großem Echo

10.03.2016
Forum_Kinderschutz_09.03.2016

Deutscher Kinderschutz e.V. LV MV und Ehrenamtsstiftung MV hatten am 09. März zur Fachtagung „Ehrenamt im Kinderschutz“ nach Stralsund geladen. Ca. 90 ehren- und hauptamtliche Vertreter sozialer Einrichtungen, von Ämtern und  Universitäten des Landes waren der Einladung gefolgt.

Kinder brauchen verlässliche Ansprechpartner, die sie in Ihrer Entwicklung begleiten. Ehrenamtliche füllen oft diese Lücke, wenn es im direkten sozialen Umfeld und in den hauptamtlichen Strukturen daran fehlt. Sie gehen damit Verpflichtungen ein, an die sie sich über lange Zeiträume gebunden fühlen und geraten oft in die Grauzone zwischen dem Willen „ihren Schützlingen“ zu helfen, der Aufreibung zwischen defizitären hauptamtlichen Strukturen und eigener Überforderung.

Die Fachtagung „Ehrenamt im Kinderschutz“ hat einmal mehr gezeigt: es fehlt an klaren Regeln und nachhaltigen hauptamtlichen Strukturen, in die sich Ehrenamtliche mit klaren Aufgabenbereichen einbringen können. Befristet angelegte Projekte führen oft dazu, dass aufgebaute Netzwerke und konkrete Ansprechpartner im hauptamtlichen Bereich wegbrechen und Aufgaben von Ehrenamtlichen „aufgefangen“ werden - ein großes Problem in diesem sensiblen Bereich.

Vertreter des Bundesfamilienministeriums (BMFSFJ), des Sozialministeriums MV, von Hochschulen, Deutschem Kinderschutzbund und Ehrenamtsstiftung MV diskutierten mit den Haupt- und Ehrenamtlichen Problemfelder, neue Konzepte und Unterstützungsangebote. Vertieft wurden diese in den Workshop-Runden zu Themen wie Frühe Hilfen, Sportvereine, Kinder- und Jugendtelefon, Flüchtlingshilfe und Familienpaten.

Großer Austausch, wenig Wirkung? Nein, die Ergebnisse werden einfließen in einen offenen Brief an Regierung und Verwaltung, versprach Carsten Spies, Geschäftsführer des Landesverbands MV des Deutschen Kinderschutzbundes. „Wir können die Ehrenamtlichen in ihrer Tätigkeit und persönlichen Weiterbildung unterstützen, aber die Strukturen, in die sie eingebunden werden, müssen auch die Ehrenamtlichen vor Überforderung schützen, ergänzte Hannelore Kohl, Vorstandsvorsitzende der Ehrenamtsstiftung MV.

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