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PM: Freiwilliges Engagement in der Flüchtlingshilfe

05.03.2016
FlüForum_05.03.2016

Am 5. März 2016 fand das Forum für Freiwillige in der Flüchtlingshilfe unter dem Motto „Willkommen und Ankommen in Mecklenburg-Vorpommern – Gemeinsam weiter gestalten“ in Güstrow statt.

Die Ehrenamtsstiftung MV lud zusammen mit dem Flüchtlingsrat MV und der Landeszentrale für politische Bildung MV ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aus dem ganzen Land zu einem Austausch über ihre Erfahrungen – über Problemfelder ebenso wie über gelungene Projekte – ein.

Moderierte Gesprächsgruppen zu Themen wie Umgang mit interkulturellen Konflikten, Begleitung von Geflüchteten bei Behördengängen und ehrenamtliche Sprachvermittlung boten den ca. 100 Teilnehmenden des Forums einen kreativen Nährboden für die gemeinsame Entwicklung neuer Ideen und Projekte. Bereits im Vorfeld haben die Veranstalter umfangreiche Informationsmaterialien zur Unterstützung der freiwilligen Tätigkeit zusammengetragen, die sie nun jedem Teilnehmer in einer praktischen Umhängetasche überreichten.

Doch wo beginnt und wo endet die Verantwortung der ehrenamtlich Tätigen und ihre Unterstützung für die Schutzsuchenden? Teilnehmerin und Referentin des Impulsreferates Heike Hasenschwanz rief die freiwilligen Helfer dazu auf, ihre persönlichen Grenzen zu erkennen, sie ernst zu nehmen und einzuhalten.

Ulrike Seemann-Katz, Vorstandsvorsitzende des Flüchtlingsrates MV, bedankte sich bei allen Freiwilligen für ihre Einsatzbereitschaft. Diese dürften jedoch nicht überfordert werden, betonte sie: „Ohne die Unterstützung der zahlreichen freiwilligen Helfer geht es nicht. Das Hauptamt muss die Leistungen der ehrenamtlich Engagierten aber auch anerkennen und verlässliche Strukturen und Anlaufstellen schaffen, an die sich Geflüchtete ebenso wie Flüchtlingshelfer mit ihren Fragen und Problemen wenden können.“

Dass es eine sorgfältige Abstimmung und klare Abgrenzung zwischen den Aufgaben des Haupt- und Ehrenamtes geben müsse, bekräftigte auch Hannelore Kohl, Vorstandsvorsitzende der Ehrenamtsstiftung MV. „Die Stärke und der Ideenreichtum der Bürgerinnen und Bürger ist bemerkenswert. Die heutige Veranstaltung hat noch einmal aufgezeigt, wie vielfältig das Engagement im ganzen Land ist – und welche Hürden es manchmal nehmen muss, um überhaupt stattfinden zu können.“

Der Wunsch nach Unterstützung und Anerkennung, Vernetzung und Weiterbildungsangeboten unter den Helfenden ist groß. Diesem entgegenzukommen, die gelebte Demokratie und die Willkommenskultur im ganzen Land sichtbar zu machen, war das Ziel des Forums. „Unser Anliegen ist es gewesen, den zahlreichen engagierten Helferinnen und Helfern eine Plattform zu bieten, sich untereinander auszutauschen und sich zu vernetzen, ihnen Unterstützungsangebote und Informationsquellen zu vermitteln. Das ist uns gelungen.“, zog Jochen Schmidt, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung MV, ein Fazit unter die gemeinsame Veranstaltung.

Auch zukünftig wollen die Veranstalter des Forums das zivilgesellschaftliche Engagement gemeinsam weiter unterstützen. Zu einem ersten Forum „Ehrenamt Flüchtlingshilfe“ hatten der Flüchtlingsrat MV und die Ehrenamtsstiftung MV bereits im Oktober 2015 in Rostock eingeladen. Das Treffen am 5. März 2016 in Güstrow ist als die zweite erfolgreiche Veranstaltung einer Reihe anzusehen, die in den nächsten Monaten fortgesetzt werden soll.




Kontakt für weitere Informationen:
Maria Acs | Referentin für Projekte | Tel: 03843 77499-14 | acs@ehrenamtsstiftung-mv.de