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Forum Pflege und Ehrenamt skizziert Zukunftskonzepte

20.10.2017
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Foto: SHG Schlaganfall Torgelow

Die Daseinsvorsorge in einer schwierigen demografischen Situation in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern aufrechtzuerhalten, ist eine große Aufgabe. Lösungsansätze hat das Austausch-Forum "Pflege und Ehrenamt - wie kommen wir zusammen?" mit haupt- und ehrenamtlichen Vertretern aus den Bereichen Nachbarschaftshilfe, Pflege und Hospiz am 19. Oktober 2017 in Schwerin zusammengetragen.

Ehrenamtliche Helfer können und sollen professionelle Pflegekräfte nicht ersetzen, vor allem nicht dort, wo es um grundlegende Pflegeaufgaben geht. Aber sie können pflegende Angehörige und das Personal in Betreuungseinrichtungen entlasten, indem sie Zeit und Zuwendung schenken, z.B. beim Vorlesen, gemeinsam Musik hören, Spazieren gehen oder Spielen. Es geht darum, Freiräume zu schaffen und gemeinsam dem Leben die schönen Momente abzugewinnen. Das ist eine soziale Fürsorge, die hauptamtliche Strukturen schwerlich abdecken können, die aber für Betroffene und deren Angehörige immens wichtig ist.

Doch wo genau verläuft da die Grenze zwischen rein ehrenamtlichem Einsatz und hauptamtlicher Pflegeaufgabe? Was sind die Geheimnisse einer guten Zusammenarbeit? Wie kann die eine Seite die andere unterstützen und umgekehrt? Zentrale Erfolgsfaktoren - darüber bestand Konsens - sind z.B.:

  • die Selbstbestimmung in der Wahl der Aufgaben und der eingebrachten Zeit
  • die Begleitung der und die Qualifizierung für die ehrenamtliche Tätigkeit
  • regelmäßige Treffen oder gemeinsame Ausflüge für den Austausch untereinander, das Feedback oder einfach die gegenseitige Rückenstärkung
  • funktionierende hauptamtliche Strukturen, die koordinierende und begleitende Funktionen übernehmen
  • das Bewusstsein, dass es dabei um eine Begegnung zwischen Menschen auf Augenhöhe geht