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Studie: Strukturen und Motive ehrenamtlicher Flüchtlingsarbeit

06.09.2016
EFA-Studie 2

Strukturen und Motive der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit (EFA) in Deutschland - Das Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) der Humboldt-Universität Berlin hat sie in der EFA-Studie 2 untersucht und die Ergebnisse im August 2016 veröffentlicht. Wie ist ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit in Deutschland organisiert? Wie hat sich die Dynamik in den Gruppen seit dem Herbst 2015 verändert? Was treibt sie an sich zu engagieren?

In der zweiten bundesweiten Studie wurden 2.291 Personen stichprobenartig online befragt, die sich ehrenamtlich in der Arbeit mit Geflüchteten engagieren. Die Autoren Dr. Serhat Karakayali und Dr. J. Olaf Kleist fordern Politik und Institutionen auf, die Chance und die Weiterentwicklung des neuentstandenen zivilgesellschaftlichen Engagements nachhaltig zu fördern.

Wichtige Ergebnisse und Zahlen:

  • 2015 sah eine Normalisierung der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit in die Mitte der Gesellschaft hinein.
  • Ehrenamtliche betrachten ihre Tätigkeiten ausgewogen sowohl als zivilgesellschaftliche als auch als staatliche Aufgaben.
  • Die Ehrenamtlichen, die 2015 begannen, waren stärker als schon länger Engagierte durch Medienberichte und das Gemeinschaftsgefühl mit anderen Ehrenamtlichen motiviert.
  • Die überwiegende Mehrheit der Befragten möchte mit Ihrem Einsatz die Gesellschaft zumindest im Kleinen verändern (97 %) und ein Zeichen gegen Rassismus setzen (90 %).
  • Die meisten Ehrenamtlichen sahen nicht, dass Deutschland durch die Ankunft der Flüchtlinge im Herbst 2015 überfordert gewesen sei.
  • Fast drei Viertel der Ehrenamtlichen sind, trotz hoher Arbeitsbelastungen, von ihrem Einsatz erfüllt und 60 Prozent ziehen neue Motivation aus ihrem Engagement.
Studie im pdf-Download