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Publikumspreis 2021

Bürgerhafen Greifswald / Pommerscher Diakonieverein e.V.

Handarbeit Bürgerhafen

Bild: Bürgerhafen Greifswald

Der Bürgerhafen arbeitet seit je her eng mit den Pflegeeinrichtungen des Trägers zusammen. In dieser Tradition haben wir ein neues, künstlerisches Angebot für Menschen mit Demenzerkrankung und deren An- bzw. Zugehörige, sowohl aus den Einrichtungen als auch von außerhalb, etabliert: "Die Kunst des Erinnerns", ein offenes Atelier zum Ausprobieren, Kreativsein und Teilhaben. Das Angebot richtet sich an Erkrankte und Angehörige, die jeweils individuell davon profitieren können, will aber auch Raum für positive gemeinsame Erlebnisse schaffen. So bietet das künstlerische Angebot eine Grundlage, um selbstwirksam aktiv zu werden, sich auszudrücken und – vielleicht verloren gegangen geglaubte Ressourcen zu reaktivieren. Nicht zu unterschätzen sind außerdem die Begegnungen und der Austausch mit Gleichgesinnten.

Das Angebot wird 14-täglich an drei unterschiedlichen Standorten angeboten und kann nach individueller Lust und Zeit auch unregelmäßig genutzt werden. Zielgruppe des Ateliers sind Menschen mit Demenz unterschiedlichster Ausprägung und Lebenssituation und deren (pflegende) An- oder Zugehörige. Neben Betroffenen aus den mitwirkenden Pflegeeinrichtungen sollten vor allem auch Menschen angesprochen werden, die in der Häuslichkeit betreut/gepflegt werden bzw. betreuen/pflegen.

Neben anderen niedrigschwelligen Beratungs- und Hilfsangeboten wollten wir auch einen Zugang finden, der Betroffene nicht nur defizitorientiert wahrnimmt. Demenziell Erkrankte sollten in einem geschützten Raum die Möglichkeit haben, individuelle Fähigkeiten und Empfindungen einzubringen. Das Angebot ermöglichte Teilhabe und Begegnungen. Besonders wollten wir uns aber auch der Unterstützung von (pflegenden) An- oder Zugehörigen widmen, die oft eine hohe emotionale, aber auch physische Belastung erfahren. Diesen Menschen wollten wir eine kleine "Auszeit" ermöglichen, ohne dass sie sich Sorgen machen müssen. Leider wurde es von Angehörigen bisher viel zu wenig genutzt. Daran arbeiten wir.

Unser Wunsch war, dass das Projekt auch für einen anderen Blick auf Demenz sorgen und die Wahrnehmung der Öffentlichkeit verändern kann. Eine Ausstellung von Ergebnissen des Ateliers wurde von vielen Seiten bereits positiv aufgenommen.

 

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